Ramachandra Nagar liegt in an der Ostküste Indiens. Rund 50.000 Menschen leben in dieser ländlichen Gegend. Die meisten zählen zur untersten indischen Kaste, den Dalits oder „Unberührbaren“, und sind sozial, wirtschaftlich und kulturell rückständig. 50 % von ihnen sind Landlose. Das zwingt sie, für geringe Löhne zu unorganisierten Landarbeitern zu werden.
Die „Infant Jesus Nursery & Primary School“ (Kindergarten und Grundschule) wurde 2003 auf Anfrage der Arbeiter in den Steinbrüchen gegründet. Sie ist für alle Kinder zugänglich, unabhängig von Kaste, Religion oder Weltanschauung.
Die Schule begann als Kindergarten und umfasst mittlerweile 5 Schulstufen. Zur Zeit besuchen 560 Kinder die Schule/den Kindergarten. Alle Kinder kommen aus sehr armen Familien von Steinbruch-Arbeitern, Tagelöhnern, Landarbeitern, Rickshah-Fahrern und Lepra-Kranken. Sie zählen zu den Dalits oder „Unberührbaren“, die in Indien seit Jahrhunderten sozial geächtet und oft nicht einmal als Menschen angesehen werden.
Da die Leute sehr arm sind, können sie nur eine geringe Schulgebühr bezahlen. Davon werden sämtliche laufenden Kosten für Lehrer, Elektrizität uvm getragen und es bleibt kein Geld mehr für dringend notwendige Verbesserungen der Schuleinrichtung.
Es gibt 17 Klassenzimmer. 6 davon haben keine geeigneten Tische und Bänke für die Kinder, so dass diese auf dem Boden sitzen. Vor allem während der Regenzeit ist das Sitzen auf dem Boden für die Kinder sehr schwierig. Auch im Sommer fällt es ihnen schwer, dem Unterricht zu folgen.
Zum Unterricht zählt auch eine Computer-Ausbildung. Es gibt jedoch nur 2 alte Computer, von denen einer gerade repariert wird. Nicht einmal ein Drucker ist vorhanden. Ein Drucker und weitere Computer sollen angeschafft werden.
Die Regierung hat die Schule aufgrund der fehlenden Einrichtung formell nicht vollständig anerkannt. Darum ist es wichtig, die Einrichtung zu vervollständigen, damit die Schüler einen staatlich anerkannten Abschluss machen können. Lehrer und Eltern möchten helfen, haben aber selbst kaum Möglichkeiten.
Wir bitten um Ihre Unterstützung, damit diese Kinder eine gute Ausbildung und damit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten.