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P. Roberto Maria OCD , am 01.11.2007
Der Orden der Unbeschuhten Karmeliten organisierte für Asien und Ozeanien einen “Missionskongress” im Institut für christlich-indische Spiritualität in Ranipur (Mangalore/Provinz Karnata Goa).

Missionskongress der Unbeschuhten Karmeliten in Asien

Mangalore (Indien) 24.-29. September 2007

Der Orden der Unbeschuhten Karmeliten organisierte für Asien und Ozeanien einen “Missionskongress” im Institut für christlich-indische Spiritualität in Ranipur (Mangalore/Provinz Karnata Goa), an den Ufern des Netravati. In ihrer Geschichte erzählt die Diözese von Mangalore vom großen missionarischen Werk, welches durch die Karmeliten vollbracht worden ist. Unter den Ortsbischöfen finden wir im Zeitraum von 1845-1873 sogar drei Karmelitenpatres als Apostolische Vikare. Dieser missionarische Hintergrund ließ die Wahl dieses Ortes gerade als ideal erscheinen. An diesem Kongress nahmen 35 Obere aus den vorhin genannten Regionen, sowie die Oberen der entsprechenden Missionen in diesen Gebieten und auch die Studenten der Theologie dieser Provinz teil.

Unser Pater General, P. Luis Aróstegui Gamboa übernahm den Vorsitz dieses Kongresses. Bei seinem Eröffnungsreferat rief er den versammelten Mitbrüdern die Worte des Karmeliten P. Juan Vicente in Erinnerung, dass weder die Aktion ohne die Kontemplation karmelitanisch sei, noch die Kontemplation ohne die Aktion theresianisch. Deshalb sind die Missiones ein integraler Bestandteil der Berufung zum Karmel. Der Generalsekretär für die Missionen des Ordens, P. Dámaso Zuazua, erläuterte zu Beginn Grund und Ziel dieses Kongresses und bat dann eindringlich, es mögen am Ende auch Entschlüsse zur praktischen Umsetzung für die einzelnen Zirkumskriptionen erarbeitet werden. Unter den Teilnehmern des Kongresses befanden sich auch die beiden für den asiatischen Raum zuständigen Generaldefinitoren, P. Xavier Jayaraj und P. Angelo Madelo.

Folgende Referenten erschlossen den Teilnehmern Einblicke in die missionarische Situation in Asien: Die Patres Paul D'Souza OCD (Provinz Karnataka) und P. Domingo Fernández de Mendiola, ehemaliger Rektor des Seminars von Alwyae (Kerala), aus der Provinz Navarra sprachen über die Themen: "Unvergessliche Karmeliten-Missionare auf asiatischem Boden vom 16.-20. Jh.” Sowie über “Grundlegende Merkmale der früheren missionarischen Aktivität in Asien”. P. Michael Amaladoss SJ (Institut für den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen in Chennai) referierte über den interreligiösen Dialog und Ökumenismus. P. Felix Wilfred erschloss in seinem Vortrag das Dokument “Ecclesia in Asia und die Herausforderungen der heutigen Mission”. Im Anschluss an die einzelnen Vorträge gab es jeden Nachmittag die Möglichkeit, das Gehörte in Kleingruppen miteinander zu diskutieren und anschließend die Ergebnisse der Gruppenarbeit im Plenum zu präsentieren. Ausserdem hatten die einzelnen Oberen die Gelegenheit, aus ihrer konkreten Lebenssituation den Anwesenden mitzuteilen, wobei der Schwerpunkt auf die jeweilige missionarische Aktivität gelegt wurde. Die Buntheit der Informationen entsprach ganz der Buntheit der Herkunftsländer: Indien, Südkorea, Philipinen-Vietnam, Singapur-Taiwan, Japan, Indonesien, Tansania, Kuwait und Australien.

Am letzten Tag des Kongresses wurde das von einer Gruppe vorbereitete Schlussdokument vorgestellt und gemeinsam darüber diskutiert. Unser Pater General bat alle Teilnehmer, sie mögen sich um die Mitteilung dieser Botschaft an alle Kommunitäten kümmern, damit dieses auch wirklich entsprechende Früchte bringen kann. Die letzten beiden Tagen wurden für Ausflüge nach Mangalore und Goa genützt. Ebenfalls besucht wurde die Kirche des Seligen Joseph Vas, eines großen Missionars in Kanara und Sri Lanka.

Soweit wir informiert sind, so war dieser Kongress die erste Verwirklichung dessen, was im Vorjahr durch den großen Asiatischen Missionskongress der FABC (“Bischofskonferenzen Asiens”) in Thailand empfohlen wurde. Möge diese Initiative den Enthusiasmus und die Liebe zur Mission unter den Karmeliten in Asien und Ozeanien erneuern und kräftigen, damit sie fähig sind, den Glauben der ihnen anvertrauten Menschen in diesen Regionen der Welt zu stärken!